Pastoralkonzept 2017

Einleitung

Ein Pastoralkonzept - wir suchen als ein neu zusammengestellter Pfarrgemeinderat, mit vielen routinierten und einigen neuen Mitgliedern, einen Weg, der unsere Pfarre in den nächsten fünf Jahren zusammenhält, stärkt und auch wachsen lässt. An einem intensiven Klausurtag tragen wir Ideen, Gedanken und Wünsche zusammen, die uns diesem Ziel näherbringen. Auf welchen Säulen steht unsere Gemeinde? Welche Perspektiven können wir entwickeln? Welche Schritte und Maßnahmen sind notwendig, um diese Perspektiven Wirklichkeit werden zu lassen?

Auf diesen Säulen steht
unsere Pfarre Rannersdorf und Kledering
im Seelsorgeraum Schwechat und
in der Pfarrengemeinschaft Raum Schwechat

Pfarrcaritas - sie ist unsere größte Stärke und für unsere Pfarre charakteristisch und erreicht unter den Gegebenheiten das Optimum. Ein überaus aktives Team betreibt regelmäßig und erfolgreich einen Flohmarkt und stellt die Mittel für soziale Zwecke innerhalb und außerhalb unserer Pfarre und auch für die Pfarre selbst zur Verfügung. Sozial Bedürftige, die sich an die Pfarre wenden, werden persönlich betreut und begleitet.

Gotteshaus - wir verfügen über zwei gepflegte Gotteshäuser, die tagsüber für Besucher offenstehen. Alle, die gerne Beten, Gott bitten oder ihm danken möchten oder einfach in Ruhe verweilen wollen, sind herzlich eingeladen einzutreten. Am Nachmittag wird in der Pfarrkirche Rannersdorf jeweils leise, meditative Musik eingespielt

Kirchenmusik – unsere Pfarrmusik-Gruppe, die Rannersdorfoniker, sind ein fester Bestandteil bei unserer Gestaltung von Familienmessen und anderen besonderen Gottesdiensten und Feiern. Die neuen Kirchenlieder sind vor allem bei Kindern und Jugend beliebt und anziehend. Ebenso wertgeschätzt werden unsere Orgelspielerinnen, die in unserer relativ kleinen Pfarrgemeinde regelmäßig Messen mit Orgelmusik ermöglichen.

Gottesdienste – in unserer Pfarre, in Rannersdorf und Kledering, finden regelmäßig Gottesdienste statt, wie es im liturgischen Kalender vorgesehen ist – daraus ergibt sich eine Sicherheit für regelmäßige und auch unregelmäßige Messbesucher.

Gemeinsames Gebet – auch außerhalb der Gottesdienste pflegen wir bei verschiedenen Anlässen das gemeinsame Gebet – so auch beim Zusammenkommen des Pfarrgemeinderates. Einmal im Monat findet an einem Freitag eine Eucharistische Anbetung statt.

Familien – es findet regelmäßig sowohl in Rannersdorf als auch in Kledering ein Familiengottesdienst statt, wie schon unter dem Punkt „Kirchenmusik“ erwähnt. Die Messe wird dementsprechend gestaltet und besonders auf Kinder ausgerichtet. Nach dem Familienmessen gibt es einen Pfarrkaffee im Pfarrheim.

Kinder - die Familienmessen sind auf die Kinder ausgerichtet. Die Religionspädagogin der Rannersdorfer Volksschule bringt sich ein, der Kontakt mit der Schule wird gepflegt. Wir gestalten eine Kindermette. Der Erstkommunionsunterricht wird im Pfarrheim abgehalten und ist mit einer Spielstunde verbunden. Kinder beteiligen sich an der Sternsingeraktion und bringen sich als Karfreitagsratscher ein.

Jugend – Firmlinge werden auf das Sakrament vorbereitet und wirken bei verschiedenen Aufgaben in der Pfarre mit. Die Jugendlichen gehen als Begleiter der Sternsinger oder selbst als Sternsinger mit. Es besteht eine gute Verbindung zu den Pfadfindern und auch zur örtlichen Feuerwehr, die eine starke Feuerwehrjugend hat.

Senioren/Seniorinnen – es besteht ein Seniorenbesuchsdienst, insbesondere vor Weihnachten. Die Samstags-Vorabendmesse wird gerne von Senioren/Seniorinnen besucht und auch der Pfarrkaffee ist für sie ein wichtiger sozialer Treffpunkt, ebenso wie die Feste in der Pfarre-

Bibelarbeit - Bibelarbeit wird in einem kleinen Rahmen, aber dafür durchgehend betrieben. Bibeltexte, Aushänge und Einschaltungen im Pfarrblatt sind die Basis. Aber auch Teilnahmen an Bibelrunden der benachbarten Pfarren sind möglich. Ein Glaubensseminar findet in unserer Pfarre regelmäßig in der Fastenzeit statt.

Gemeindeaufbau – wenn möglich werden neu Zugezogene vom Mitgliedern des Pfarrgemeinderates bei der Wohnungsübergabe begrüßt und eingeladen. Das Management der Ehrenamtlichen Mitarbeiter gehört zum erfolgreichen Gemeindeaufbau.

Leben in Seelsorgeraum und Pfarrengemeinschaft wir verstehen uns als Teil unseres Seelsorgeraums und der Pfarrengemeinschaft. Wir feiern gemeinsam Liturgie, sei es beim Stadtkreuzweg oder beim Fest Christi Himmelfahrt. Wir werden eingeladen und laden gerne ein. So wird In der Nacht der tausend Lichter unsere Rannersdorfer Kirche zu einem Zentrum der Stille und Meditation für Gäste aus der ganzen Pfarrengemeinschaft. Austausch und gemeinsames Vorgehen gibt es insbesondere bei der Kinder- und Jugendarbeit. Wir stimmen uns in Koordinationsteams ab. In einer jährlichen großen, gemeinsamen Klausur, in der Pfarrgemeinderäte aus dem gesamten Seelsorgeraum Raum Schwechat zusammenkommen, werden Erfahrungen ausgetauscht und Zukunft geplant.

Stärkung und Entwicklung:
Säulen unserer Pfarrgemeinde festigen und wachsen lassen

Bei der Betrachtung und Bewertung des Bestehenden in unserer Pfarre haben wir Bereiche gefunden, die ausgezeichnet funktionieren und wo wir wie bisher vorgehen werden. Bei anderen Bereichen gibt es Verbesserungsmöglichkeiten und neue Perspektiven. Auch entsprechende Maßnahmen wurden in der Klausur vorgeschlagen.

Hier eine Auflistung der Bereiche:

Pfarrcaritas neue ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ansprechen.

Gotteshaus - weiter so, auch weiter Musik einspielen am Nachmittag

Kirchenmusik - Weiter so, aber brauchen zusätzliche OrgelspielerInnen.

Gottesdienste - weiterhin ansprechend und vielfältig Gestalten.

Gemeinsames Gebet - bei Treffen, Sitzungen usw. pflegen.

Gottesdienst, Familien, Gemeindeaufbau
Begrüßungsdienst bei den Gottesdiensten
Stehkaffee nach dem Gottesdienst am Sonntag

Kinder, Jugend, Neuzugezogene - Vernetzung mit Vereinen und Pfarren

Senioren/Seniorinnen und Einsame - Besuchsdienst

Bibelarbeit Vernetzung mit Seelsorgeraum, Bibelrunden mit Zwölfaxing

Management Ehrenamtliche

Alle sind eingeladen mit uns den Weg einer lebendigen Pfarrgemeinde mitzugehen und uns mit seinen Ideen und Taten zu bereichern.

Zum Abschluss

Unser Pastoralkonzept soll als Anstoß zu Neuem dienen. Wir hoffen, dass möglichst viele von den Ideen und Schritten erfolgreich sein werden und wir uns über sie weiterentwickeln können.

Zum Pastoralkonzept und zu unserer Arbeit im Pfarrgemeinderat haben wir einen Text von Reinhold Stecher gefunden, der uns bestärken soll:
„Es gibt eine Haltung, die die Ewigkeit in die Zeit hinein stickt. Diese Tugend, die das „Immer-wieder“ in das Leben webt, hat kein Prunkgewand. Sie bevorzugt Alltagskleid, Büromantel, Schürze, Overall und schlichtes Outfit: Es ist die Treue….. Die großen Theologen der Kirche haben die Treue bis zum Ende als das magnum Dei donum, das große Geschenk Gottes bezeichnet.“

Möge uns Gott diese Treue und Beständigkeit in unserem Tun schenken. Wir dürfen auch gewiss sein, dass wir dabei nicht allein gelassen werden: „Siehe, Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Math. 28,19)

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